Ihr Apotheker rät
Arzneimittel sind kein Urlaubssouvenir
Bald sind Ferien. Höchste Zeit, die Reiseapotheke
zu packen. Wer Arzneimittel aus Deutschland
mit in den Urlaub nimmt, ist auf der sicheren
Seite.
Krank im Urlaub – das ist ohnehin schon ein Albtraum.
Richtig unangenehm wird es jedoch, wenn sich von Fieber
oder Durchfall Geplagte im Ausland erst zur nächsten
Apotheke durchfragen müssen, um dann ein unbekanntes
Arzneimittel mit Beipackzettel in fremder Sprache zu
erhalten. Diesen Stress können sich Reisende ersparen,
wenn sie ihre Reiseapotheke rechtzeitig vor dem Urlaub
packen – mit bekannten und sicheren Medikamenten aus
der Apotheke.
Vorsicht, Fälschung!
Besonders wichtig ist eine gut sortierte Reiseapotheke für
alle, die in exotische Gefi lde reisen. Nicht nur, weil hier die
Gefahr höher ist, sich eine Infektion zuzuziehen, sondern
auch, weil es in entlegenen Gebieten der Erde oft schwer
möglich ist, im Akutfall an die erforderliche Medizin zu
kommen. Vor allem in Afrika und Asien ist die Gefahr groß,
anstelle eines wirksamen Arzneimittels eine Fälschung zu
bekommen. Eine Stichprobe des Zentrallaboratoriums
Deutscher Apotheker (ZL) mit zehn in Thailand gekauften
Präparaten hat gezeigt: Der Wirkstoffgehalt der Plagiate
ist reine Glückssache. „Wenn die Präparate überhaupt
den angegebenen Wirkstoff enthalten, dann meist nicht in
der deklarierten Dosierung. Ihre Wirkung ist für Patienten
unberechenbar“, resumiert Professor Manfred Schubert-
Zsilavecz, Wissenschaftlicher Leiter des ZL.
Arzneimittel-Fälschungen können schlimme Folgen für die
Gesundheit haben. Aus diesem Grund warnen Experten
immer wieder davor, Medikamente in exotischen Ländern,
bei fliegenden Händlern oder auf Märkten zu kaufen. Diese
vermeintlichen Schnäppchen sind im besten Fall „nur“
ohne jede Wirkung, im schlimmsten Fall lebensgefährlich.
Lassen Sie sich bitte individuell in Ihrer Apotheke beraten,
welche Medikamente Sie mitnehmen sollten.
