Unangenehme Mückenstiche
Wohl jeder wurde schon einmal durch eine hungrige Mücke um seine wohl verdiente Nachtruhe gebracht. Dabei fallen nur die Weibchen mit ihrem Saugrüssel über ihr Opfer her, da sie das Blut für die Entwicklung ihrer Eier benötigen. Sobald die Mücke von ihrem Opfer abgelassen hat, lässt der Juckreiz nicht lange auf sich warten. Ursache dafür ist ein eiweißhaltiges Sekret, das die Mücke während des Stiches in die Haut absondert. Dieses Sekret aktiviert die körpereigene Abwehr, was zu den auffälligen Rötungen führt und das unangenehme Jucken verursacht. Zahlreiche Menschen müssen sich gar mit Quaddeln und Blasen auf der Haut herumplagen. Kratzen nützt in solchen Fällen leider nicht viel. Im Gegenteil: Unter Umständen riskieren sie sogar Infektionen.
Der Mensch kann auf verschiedene Art und Weise auf einen Mückenstich reagieren. Der erste Stich bleibt so gut wie ohne Folgen. Im Stadium zwei juckt die betroffene Stelle erst ziemlich spät nach einem Stich (Spätreaktion). Im dritten Stadium juckt es sofort und der Juckreiz hält für ein paar Stunden an. Dabei können ältere Einstichstellen durch frische Stiche erneut gereizt werden. Stadium vier ruft nur noch einen kurzen Juckreiz hervor (Sofortreaktion). Nur wenige Menschen zeigen gar keine Reaktion mehr. Sie müssen über längere Zeit den Mücken ausgesetzt gewesen sein. Jeder Mensch befindet sich bei den verschiedenen Mückenarten in unterschiedlichen „Reaktionsstadien“. Wer zu Hause keine Probleme mit seiner „Hausmücke“ hat, der kann unterwegs von zahlreichen Juckreizen heimgesucht werden.
Durch ein paar einfache Verhaltensweisen kann man versuchen,
das Schlimmste zu verhindern. Tragen Sie möglichst
Kleidung, die Arme und Beine bedeckt. Dabei sind grelle
Farben bzw. gelb und orange zu meiden, da sie die Mücken
besonders anziehen. Vermeiden Sie außerdem Schweißgeruch,
da auch der die Insekten anlockt. Abends in der Wohnung
sollte man zuerst das Fenster schließen und dann das
Licht anmachen. Besonders hilfreich sind Insektengitter
vor dem Fenster und Moskitonetze über den Kinderbetten.
Wer mag kann auch eine mit Gewürznelken gespickte Zitrone
im Zimmer aufstellen. Freie Hautstellen können mit
ätherischen Ölen wie Nelken-, Eukalyptus- oder
Lavendelöl eingerieben werden. Diese Mittel wirken
alle auf die gleiche Art und Weise: Sie verscheuchen die
Mücken durch ihren Geruch. Zahlreiche sogenannte Repellentien
können Ihnen auf der Jagd nach den Quälgeistern
gute Dienste erweisen. Gerne beraten wir Sie bei der Wahl
des richtigen Mittels.
von Hendrik Müller
