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Hausnotrufsysteme


Fortschritt - wirklich positiv

Gerade älteren Menschen fällt es oft schwer, neuste Erfindungen oder moderne Einrichtungen anzunehmen. Dabei gibt es häufig gerade für diesen Personenkreis Hilfen und Erleichterungen, die - wenn sie verstanden und benutzt werden - wirklich segensreich sein können. Das Alter sollte bei dem Erlernen so mancher nützlichen Hilfe kein Hinderungsgrund sein!

Hausnotrufsysteme haben sich insbesondere für alleinwohnende, pflegebedürftige Patienten bewährt. Ihr Vorteil: Sie ermöglichen eine weitgehend selbständige Lebensführung in den eigenen vier Wänden. Damit kann älteren Menschen ein Heimaufenthalt erspart werden , wobei dann sogar die Pflegekasse von zusätzlichen beträchtlichen Ausgaben verschont bleibt.

Und so funktioniert ein Hausnotrufsystem("Sonotel"): Das Hauptgerät wird an eine Strom- und Telefondose angeschlossen. Die Notrufauslösung erfolgt entweder über den wasserdichten Funksender am Armband oder über eine Taste am Hausnotrufgerät selbst. Der Notruf, der automatisch nach Betätigen der Ruftaste ausgelöst wird, kann an bis zu sechs vorher programmierte Ziele geleitet werden. Als Ziele können die ständig besetzten Notrufzentralen der Dienstanbieter oder jeder Inhaber eines Telefons oder Mobiltelefons dienen, also beispielsweise auch der Nachbar, ein Familienangehöriger oder der Arzt. Die Zentrale überwacht darüber hinaus ständig die Funktionstüchtigkeit der gesamten Anlage.

Im Notfall kann die gerufene Zentrale über eine Aufschaltung des Telefons "in den Raum hinein hören" und mit dem Betroffenen sprechen, sie kann Hilfe organisieren oder mit dem hinterlegten Hausschlüssel direkt zur Hilfe in die Wohnung eilen.

Hausnotrufsysteme können über die Pflegeversicherung beantragt werden. Die bundesweit tätige gemeinnützige "Sonotel", Hamburg (Tel. 040/86666410) bietet entsprechende Antragsformulare an und übernimmt die Beantragung für Patienten, die ihren Antrag über eine Apotheke stellen.

Ich denke, ein derartiges Notrufsystem sollte als zusätzliche Sicherheit angesehen werden. Vor allem der wasserdichte Funksender, der wie eine Uhr am Arm getragen werden kann, überzeugt mich: Damit ist der Patient nicht darauf angewiesen erst die Funkstation zu erreichen, um einen Notruf auszulösen!

von Dr. Jürgen Wrede