Haarausfall
Was stimmt? Was stimmt nicht?
In Bezug auf Ursachen und Behandlung von Haarausfall bestehen bei den Betroffenen oftmals
starke Unsicherheiten – ein guter Grund, häufig gehörte Vermutungen, Meinungen und
Behauptungen mal auf ihre Stichhaltigkeit hin abzuklopfen. Also: Was stimmt? Was stimmt nicht?
von Haarausfall, z.B. diffuser Haarausfall,
können auf Faktoren wie mangelhafte
Ernährung, Stress und Veränderungen im
Hormonhaushalt zurückgeführt werden.
Zu häufiges Waschen der Haare verursacht Haarausfall
Stimmt nicht! Auf die tägliche Haarwäsche muss man nicht verzichten. Wer sich häufig die Haare wächt, sollte jedoch auf ein mildes Shampoo achten, das die Haare nicht zu stark austrocknet und die Kopfhaut nicht reizt.
Haarausfall ist meist erblich bedingt
Stimmt! Etwa 80 Prozent aller von
Haarausfall Betroffenen leiden an erblich
bedingtem Haarausfall, der so genannten „androgenetischen Alopezie“. Sowohl
bei Frauen als auch bei Männern ist
die Ursache für den Haarschwund eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln
gegenüber dem männlichen Sexualhormon
Testosteron, welches sowohl vom
männlichen als auch vom weiblichen
Körper gebildet wird. Andere Formen
von Haarausfall, z.B. diffuser Haarausfall,
können auf Faktoren wie mangelhafte
Ernährung, Stress und Veränderungen im
Hormonhaushalt zurückgeführt werden.
Haarausfall muss ein Leben lang behandelt werden
Stimmt! Jedes Medikament zur Behandlung
von hormonell-erblich bedingtem
Haarausfall muss auch nach Eintreten
eines sichtbaren Behandlungserfolges
jahre- bzw. jahrzehntelang angewendet
werden.
Bürsten und Kämmen verstärken den Haarausfall
Stimmt nicht! Beim Bürsten oder Kämmen
verliert man nur solche Haare, die
sich schon in der letzten Phase ihres
Lebenszyklus befinden. Sie würden auch
ohne Bürsten und Kämmen früher oder
später ausfallen.
Wenn man die Haare regelmäßig schneidet, wachsen sie stärker nach
Stimmt nicht! Ein Friseurbesuch kann aber die Haare gesünder aussehen lassen, da spliss geschädigte Haarspitzen der Schere zum Opfer fallen.
Das Zusammenbinden des Haares kann zu Haarausfall führen
Stimmt! Ein zu straffer Pferdeschwanz übt Druck auf die Haarwurzeln aus. Dadurch können Haare ausfallen.
Haartönungen sind bei Haarausfall tabu
Stimmt nicht! Von Haarausfall Betroffene sollten aber darauf achten, dass die Haartönung keine aggressiven Substanzen enthält, die die Haare stark strapazieren.
Gegen erblich bedingten Haarausfall ist man machtlos
Stimmt nicht! Die Diagnose Haarausfall muss nicht resigniert hingenommen werden. Es gibt verschiedene Medikamente gegen hormonell-erblich bedingten Haarausfall. Da einmal abgestorbene Haarwurzeln jedoch nicht wieder „zum Leben erweckt“ werden können, sollte die Behandlung eben möglichst schon im Anfangsstadium beginnen.
Je früher man Haarausfall behandelt, desto besser
Stimmt! Der gesunde Mensch verliert
zwischen 80 und 100 Haare täglich. Wird diese Zahl längere Zeit überschritten,
empfi ehlt es sich, einen Hautarzt aufzusuchen.
Nur er kann eine eindeutige
Diagnose stellen und eine dem Einzelfall
entsprechende Therapie empfehlen.
