Fasten
Von Aschermittwoch bis Ostern erstreckt sich bei uns
traditionell die Fastenzeit. Viele Menschen möchten
in dieser Zeit ihrem Körper und Geist etwas Gutes zu
tun und verzichten auf alte Gewohnheiten, auf Alkohol, Süßigkeiten
und kalorienreiches Essen.
Das Christentum sieht streng genommen zwei Fastenzeiten
vor, da auch die Adventszeit als Fasten gesehen wird. Der
Begriff "Fastenzeit" wird jedoch nur für
die österliche Bußzeit verwendet, die dem Osterfest
voran geht und die sich über 40 Tage erstreckt, wobei
die Sonntage nicht hinzu gerechnet werden. Ostern wiederum
liegt auf dem ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond,
so dass sowohl Ostern als auch die Fastenzeit bewegliche
Tage ist. Die Ostergrenze liegt somit zwischen dem 22. März
und dem 25 April.
Leitete sich das Fasten ursprünglich religiös
her (Reinigung der Seele, Abwehr des Bösen, Trauer,
Buße), finden sich in der heutigen Zeit auch Formen
des therapeutischen Fasten (z. B. bei Diäten). Unter
Heilfasten versteht man das Fasten bei einer ärztlichen
Therapie, wobei die Entschlackung Entgiftung sowie die Regenerierung
des Körpers und der Seele im Vordergrund steht:: Der
Blutdruck sinkt, der Kreislauf und das Herz werden nicht
mehr so stark beansprucht. Allgemein gilt, dass alle durch
die Ernährung beeinflussbaren Krankheiten durch das
Fasten positiv verändert werden können.
Auch Fasten zur Gewichtsreduktion ist ein aktuelles Thema.
Durch die fehlende Kalorienzufuhr schaltet der Körper
auf den sogenannten Hungerstoffwechsel, indem er auf die
körpereigenen Reserven zurückgreift. Nachdem die
Kohlenhydratspeicher erschöpft sind, kommt es anschließend
zur Fettverbrennung aber auch zum Abbau von Eiweißreserven.
Dies hat Einfluss auf die Muskulatur, was wiederum den Grundumsatz
reduziert. Erfolgversprechend ist diese Art von Fasten also
nur, wenn im Anschluss daran eine dauerhafte Ernäherungsumstellung
erfolgt, da es sonst durch den JoJo-Effekt zu einer baldigen
Gewichtszunahme kommt.
Da bei einer Fastenkur nicht nur die energieliefernden Nährstoffe
Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette reduziert sondern
auch lebensnotwendige Vitamine und Mineralstoffe in geringerer
Menge aufgenommen werden, ist eine Nahrungsergänzung
mit Vitaminen und Mineralstoffen sinnvoll. Ohne Vitamine
und Mineralstoffe kann der Stoffwechsel des Körpers
nicht optimal funktionieren.
Grundsätzlich gilt, dass nur gesunde Menschen heilfasten
und längere Fastenkuren immer von einem Arzt betreut
werden sollten. Für z. B. Schwangere und stillende
Frauen, Kinder unter 10 Jahre sowie Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion,
Durchblutungsstörungen oder Blutungsneigung und Typ-1-Diabetiker
ist das Fasten nicht zu empfehlen. Bei Fragen wenden Sie
sich gerne an uns!
von Hendrik Müller
