Bewegung gegen Arthrose
Gezielte körperliche Aktivität ist bei
Arthrose das Beste,
was man der
Krankheit entgegensetzen kann.
Ihr Apotheker
Michael Resch
Die besten Sportarten
Arthrosepatienten sollten trotz – oder gerade wegen – ihrer Bewegungsschmerzen regelmäßig Sport
treiben. Denn nur bei kontinuierlicher körperlicher Aktivität wird ausreichend Gelenkflüssigkeit für
einen reibungslosen Bewegungsablauf produziert.
Wie wichtig sportliche Betätigung
gerade für Menschen mit Arthrose
und Gelenkproblemen ist, betonen
Mediziner immer wieder. Doch nicht
jeder Sport, auch darauf weisen sie
hin, ist auch gut für sie. Tennis und
Squash mit plötzliche Stopps aus voller
Bewegung oder Joggen auf hartem
Untergrund sind z.B. nicht geeignet.
Und das betrifft auch Leistungssport
in jeder Form.
Für Menschen mit Arthrose
gilt also: Viel Sport, aber nur
gelenkschonende Sportarten!
Dafür hier einige Beispiele:
Radfahren
Beim Radfahren bewegt sich das Kniegelenk gleichmäßig, ohne dabei das volle Körpergewicht zu tragen. Auch für Arthrosepatienten, bei denen das Kniegelenk nicht betroffen ist, ist diese Sportart empfehlenswert. Wählen Sie möglichst kleine Gänge und stellen Sie den Sattel so ein, dass die Fersen gerade das Pedal erreichen. Ein großer Vorteil: Sie können sowohl draußen in der Natur als auch drinnen auf dem Hometrainer oder Ergometer trainieren.
Nordic Walking
Eine gute Alternative zum gelenkstrapazierenden Jogging ist Nordic Walking. Es schont vor allem das Knie. Denn immerhin muss beim Jogging das Kniegelenk das Zwei- bis Dreifache des Körpergewichts abfangen, beim Nordic Walking ist es nur das Ein- bis Eineinhalbfache. Wählen Sie Schuhe mit ausreichender Stützfunktion und guten Dämpfungseigenschaften. Trainieren Sie, wenn möglich, nicht auf harten Asphaltböden, sondern bevorzugen Sie Feld- und Sandwege und federnde Waldböden.
Schwimmen
Egal welches Gelenk von Arthrose betroffen ist – Bewegung im Wasser ist immer richtig, da durch den Wasserauftrieb die Belastung aller Gelenke deutlich reduziert wird. Kraul- und Rückenschwimmen sind besser geeignet als Brustschwimmen, denn beim Brustschwimmen bildet sich ein Hohlkreuz, und die Halswirbelsäule wird sehr stark nach hinten gebeugt. Außerdem belasten die gleichmäßigen Auf- und Abbewegungen der Beine beim Kraul- und Rückenschwimmen die Gelenke weit weniger als die Scherbewegungen beim Brustschwimmen.
Aquajogging
Kurse für diese immer beliebter werdende Sportart werden in vielen Schwimmbädern angeboten. Bei Wassertemperaturen über 30 Grad ist das Training besonders angenehm. Patienten mit einer bereits fortgeschrittenen Arthrose können beim Training eine Auftriebsweste tragen und so die Gelenke zusätzlich entlasten. Ein weiterer Vorteil: Da die Weste bei der Bewegung dem Wasser einen zusätzlichen Widerstand entgegensetzt, wird die Muskulatur mehr gefordert und damit stärker trainiert.
Golfen
Moderate Bewegung im Freien plus Training von Koordination und Beweglichkeit – diese Kombination macht auch für Menschen mit Gelenkproblemen Golfen zu einem empfehlenswerten Sport. Beim Gehen und beim Abschlag kommen große Muskelgruppen zum Einsatz und werden dadurch gekräftigt. Gleichzeitig wird die Beweglichkeit der Gelenke trainiert. Die rhythmisch-schwungvollen Bewegungen, die beim Abschlag aus dem Rücken heraus geführt werden, fördern zudem Flexibilität und Mobilität der Wirbelsäule. Welche Sportart individuell am besten geeignet ist, sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt, einem Orthopäden oder Sportmediziner abgesprochen werden.
